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AusbildungsFit und Produktionsschulen – Sprungbrett in die Ausbildung
Manchmal passt nach der Pflichtschule noch nichts Konkretes:
keine Lehrstelle, keine passende Schule, vielleicht offene Fragen zu Stärken und Interessen. Genau dafür gibt es AusbildungsFit und Produktionsschulen – vollwertige Brücken in die Ausbildung.
Was AusbildungsFit und Produktionsschulen sind
AusbildungsFit (früher: „Produktionsschule“) ist ein bundesweit standardisiertes Übergangsangebot für Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren, die nach der Pflichtschule noch keinen passenden Anschluss gefunden haben. Es kombiniert praktische Arbeit in Werkstätten mit Lerntraining, Coaching und Sportangeboten.
Ziel ist nicht der Abschluss eines Berufs, sondern die Vorbereitung auf eine Lehre, weiterführende Schule oder andere Ausbildung. Die meisten Jugendlichen bleiben 6 bis 12 Monate und wechseln dann in eine reguläre Ausbildung.
Was in den Werkstätten passiert
- Holzbearbeitung, Metallwerkstätten, Textilwerkstätten und Druck/Medien.
- Gastronomie- und Küchenmodule mit echten Aufträgen.
- Verkauf, Büro und Logistik mit Praxisprojekten.
- Kreativ-Werkstätten, Bewegung und Outdoor-Module.
- Lerntraining: Deutsch, Mathe, Englisch, digitale Grundkompetenzen.
Wer dort hingehört
AusbildungsFit eignet sich für Jugendliche, die nach der Pflichtschule mehr Zeit brauchen, persönliche Themen klären müssen, Lücken in Grundkompetenzen auffüllen wollen oder einfach nicht wissen, wohin. Auch wer eine Lehre abgebrochen hat, kann den Weg über AusbildungsFit wieder aufnehmen.
Die Anmeldung läuft meist über das Jugendcoaching, das die individuelle Eignung klärt. Teilnahme ist freiwillig und kostenlos – während der Teilnahme erhält man eine geringe DLU (Deckung des Lebensunterhalts).
Beispiele aus der Praxis
Die Initiative ist breit aufgestellt: spacelab in Wien, Produktionsschule Murtal/Murau in der Steiermark, Lebenshilfe Graz, AusbildungsFit Attnang-Puchheim in Oberösterreich, TRANSJOB Mostviertel in NÖ, Berufsintegration St. Gabriel oder Mentor – die Bandbreite zeigt, dass viele unterschiedliche Träger das Konzept regional adaptieren.
Auch Motivationsprojekte mit Sport – etwa „Tore für meine Zukunft“ oder das Motivationsprojekt Fußball – arbeiten mit ähnlichen Ansätzen und vernetzen Bildung mit Bewegung.