- Lehre & Jobeinstieg
Lehre in Österreich – Vorteile, Vielfalt und Karrierechancen
Die Lehre ist eine der erfolgreichsten Ausbildungen Österreichs:
über 200 Lehrberufe, faires Einkommen ab dem ersten Tag, und ein duales System, das international als Vorbild gilt. Was die Lehre alles kann – ein Überblick.
Was die Lehre besonders macht
In der Lehre wird gelernt, indem gearbeitet wird – und gearbeitet, indem gelernt wird. Drei bis vier Tage Betrieb, ein bis zwei Tage Berufsschule, zwei bis vier Jahre Dauer. Das duale System sorgt dafür, dass Lehrabsolvent:innen am Arbeitsmarkt sofort gebraucht werden – und die Quoten der Übernahme nach der Lehre belegen das.
Im Gegensatz zu einer rein schulischen Ausbildung beginnen Lehrlinge ihre Karriere mit einem konkreten Berufsprofil, einem Lehrabschluss als anerkannter Qualifikation und Praxiserfahrung in einem realen Betrieb.
Über 200 Lehrberufe – die Vielfalt ist enorm
Vom klassischen Tischler bis zum Applikationsentwickler-Coding, von Mobilitätsservice bis Fahrradmechatronik, von der Pflegefachassistenz bis zur Veranstaltungstechnik: Die Lehrberufe entwickeln sich laufend weiter. Auch typische Männer- oder Frauen-Stereotype lösen sich auf – in Technik, IT und Gewerbe sind heute alle willkommen.
Die WKO Lehrbetriebsübersicht und der AMS-Lehrstellenservice listen alle anerkannten Lehrberufe samt freier Stellen.
Karrierewege nach der Lehre
Die Lehre ist kein Endpunkt, sondern ein Sprungbrett: Über die Lehre mit Matura oder die Berufsreifeprüfung steht der Hochschulweg offen. Meisterprüfungen, Werkmeister, Spezialqualifikationen und Berufsbefähigungen erlauben spätestens nach drei bis fünf Jahren Praxis den Aufstieg in Fach- und Führungsverantwortung.
Lehrabsolvent:innen sind aktuell so gefragt wie selten zuvor – Stichwort Fachkräftemangel. Wer eine Lehre abschließt, hat in den meisten Branchen exzellente Jobaussichten und überdurchschnittliche Aufstiegschancen.
Wer hilft bei der Lehrstellensuche
Der AMS-Lehrstellenservice listet freie Stellen und vermittelt aktiv. Lehrlingscoaching unterstützt während der Lehre bei Problemen, „Lehre statt Leere“ wechselt sogar zwischen Betrieben. Bei Lernschwierigkeiten hilft die Berufsausbildungsassistenz (BAS) mit Begleitlernen.
Für Jugendliche, die in ihrer Region keinen Lehrbetrieb finden, gibt es die überbetriebliche Lehre (ÜBA) – eine vollwertige Alternative, organisiert vom AMS.