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Schulabbruch in Österreich – was nun? Wege zurück in die Ausbildung
Eine Schule abzubrechen ist selten ein einzelnes Ereignis – meistens sind viele Gründe daran beteiligt. Wichtig ist: Es geht weiter. Welche Schritte jetzt folgen und welche Anlaufstellen kostenlos unterstützen, erfahren Sie hier kompakt.
Warum ein Schulabbruch nicht das Ende ist
Ein Schulabbruch ist in Österreich kein Karriereende – aber er sollte nicht ohne Anschlussplan bleiben. Die Ausbildungspflicht bis 18 verpflichtet Jugendliche, in einer Ausbildung zu sein. Genauso wichtig: Sie haben Anspruch auf kostenlose Beratung, um schnell wieder Tritt zu fassen.
Häufige Gründe sind schulische Überforderung, gesundheitliche oder psychische Belastungen, ein falsch gewählter Schultyp, familiäre Krisen oder schlicht das Gefühl, nicht am richtigen Platz zu sein. Jeder dieser Gründe lässt sich mit Beratung bearbeiten.
Diese Schritte folgen nach einem Schulabbruch
Die Schule meldet den Abbruch an die Koordinierungsstelle (KOST) des jeweiligen Bundeslandes. Die KOST stellt den Kontakt zur Familie her und vermittelt – meist zum Jugendcoaching, das die individuelle Situation analysiert und Optionen aufzeigt.
Solange noch nicht klar ist, wie es weitergeht, sollten sich Jugendliche bzw. ihre Eltern auch beim AMS melden – insbesondere wenn ein Wechsel in eine Lehre oder ein arbeitsmarktpolitisches Angebot in Frage kommt.
Anlaufstellen, die kostenlos unterstützen
- Jugendcoaching: kostenlose, vertrauliche Beratung für 14- bis 24-Jährige zur Bildungs- und Berufsplanung.
- Koordinierungsstelle (KOST): pro Bundesland eine Anlaufstelle, die als Drehscheibe fungiert.
- AusbildungsFit / Produktionsschule: niederschwellige Programme, um Basiskompetenzen aufzubauen.
- AMS: bei einer geplanten Lehre, überbetrieblichen Ausbildung oder finanzieller Unterstützung.
- Schulpsychologie und Schulsozialarbeit: bei psychischen Belastungen oder Konflikten.
Was Eltern jetzt tun können
Druck hilft selten weiter. Wirksamer ist es, gemeinsam die Beratungsangebote zu nutzen, offen über Gründe und Gefühle zu sprechen und die jugendliche Person bei der Suche nach einer neuen Anschlusslösung zu unterstützen.
Wichtig: Wer aktiv mit der KOST oder dem Jugendcoaching kooperiert, muss keine Sanktion fürchten – Strafen sind das absolute letzte Mittel und greifen nur bei wiederholter, vollständiger Verweigerung.