- Berufs- & Bildungswahl
Welcher Beruf passt zu mir? So findest du es heraus
Über 200 Lehrberufe, dutzende Schulformen, unzählige Studienrichtungen – woher sollst du wissen, was passt? Die gute Nachricht: Du musst dich nicht heute festlegen. Du musst nur den ersten Schritt machen.
Hier sind fünf Wege, die dir wirklich weiterhelfen.
Starte mit deinen Stärken, nicht mit Berufslisten!
Bevor du Listen mit Berufen durchscrollst, mach einen Schritt zurück: Was kannst du gut? Was machst du gerne? Wovon reden andere, wenn sie dich loben? Schreib dir 5 Stärken auf, 5 Themen, die dich begeistern, und 5 Dinge, die dir wirklich nicht liegen. Das ist deine Landkarte. Frag auch Leute, die dich gut kennen: Familie, Freund:innen, Lehrkräfte. Oft sehen andere Talente an dir, die du selbst gar nicht bemerkst.
Nutze Online-Tools und Berufswahltests.
Es gibt einige kostenlose und gute Tools, die zu deinen Interessen passende Berufe vorschlagen. Bekannt sind zum Beispiel der Berufskompass des AMS, der Karrierekompass oder watchado, wo du echte Menschen in echten Berufen siehst und hörst. Wichtig: Diese Tests sind keine Diagnose. Sie sind Ideengeber. Wenn drei verschiedene Tests dir immer wieder ähnliche Felder anzeigen – Technik, Pflege, Handwerk, Kreatives, Büro – dann steckt da meistens was Wahres drin.
Geh zu Messen, Open Days und Schnuppertagen.
Theorie ist nett, in echt ist besser. Berufs- und Bildungsmessen wie die BeSt³, Schul-Open-Days oder Tage der offenen Tür in Lehrbetrieben zeigen dir Berufe live. Du kannst Fragen stellen, Werkstätten sehen und mit Lehrlingen sprechen, die gerade das machen, was du vielleicht machen willst. Wenn du dich für einen Lehrberuf interessierst, frag direkt im Betrieb nach einer Schnupperlehre – meist möglich ab der 8. Schulstufe.
Hol dir kostenlose Beratung!
Du musst das nicht allein machen. Das Jugendcoaching ist kostenlos, vertraulich und genau dafür da: gemeinsam mit dir herauszufinden, was zu dir passt – und welche Schritte realistisch sind. Auch die BerufsInfoZentren (BIZ) des AMS helfen kostenlos.
Tipp: Wenn du gar keine Ahnung hast, ist das in Ordnung. Sag das genau so im Coaching. Bessere Beratung gibt’s, wenn du ehrlich bist, statt wenn du so tust, als hättest du einen Plan.