Präsentation Copyright: Berufsintegration St. Gabriel

„Ausbildung bis 18 eine Initiative, die längst fällig war!“

Die Berufsintegration St. Gabriel hilft jungen Menschen zwischen dem 16. und 24. Lebensjahr bei der beruflichen und sozialen Integration am Arbeitsmarkt. Marion Weiss, Leiterin der Einrichtung, hat uns von den verschiedensten Angeboten der „BiGab“ erzählt.

Frau Weiss, wie sieht Ihr persönlicher Arbeitsalltag aus?

Ich vertrete den Verein nach außen hin, und zwar bei Fördergebern, Jugendcoaching, Schulen, Arbeits-und Praktikumsstellen. Daher bin ich viel unterwegs.
Weiters bin ich zuständig für den Textilbereich der Hauswirtschaftsgruppe, hier plane ich die einzelnen Produkte und leite die Jugendlichen bei der Ausführung an.

Welche Angebote erwarten Jugendliche bei der Berufsintegration St. Gabriel? Wie unterscheidet sich Ihr Verein von anderen Institutionen?

Wir sind ein dreijähriges Projekt, das heißt die Jugendlichen haben wirklich Zeit anzukommen, sich zu orientieren, vieles auszuprobieren und verschiedene Arbeitsfelder kennen zu lernen.
Es gibt zwei Schwerpunktbereiche bei uns: Garten- und Parkpflege sowie Hauswirtschaft und Textil. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Praktika in einem Kindergarten zu machen und im Anschluss mit unserer Unterstützung den Kurs zur Kindergartenassistentin zu absolvieren. Wir bieten unseren Jugendlichen auch intensiv begleitete Praktika in verschiedenen Betrieben an.

Wie helfen Sie Jugendlichen auf dem Weg zu einem guten Job?

In der ersten Phase legen wir besonderes Augenmerk darauf, die Grundkompetenzen wie Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Ausdauer und Konzentration bei den Jugendlichen zu stärken. In der zweiten Phase machen die Jugendlichen erste Kontakte mit den verschiedensten Betrieben. In dieser Zeit steht auch das Schreiben von Bewerbungen und Trainieren von Vorstellungsgesprächen auf dem Tagesplan.

In der dritten Phase werden die Jugendlichen explizit auf den von ihnen gewählten Arbeitsbereich vorbereitet. Dies geschieht zum einen durch längere intensivere Praktika, in deren Rahmen die Jugendlichen ihren zukünftigen Arbeitsplatz erleben können. Außerdem bieten wir Unterstützung und Lernbegleitung beim Nachholen von Zusatzausbildungen oder Abschlüssen an. So starten die Jugendlichen gut gerüstet in ein erfolgreiches Berufsleben.

Wie wichtig ist eine gute (Aus)Bildung und was halten Sie von der Initiative AusBildung bis 18?

Eine gute Ausbildung vermittelt nicht nur Wissen, sie ist auch für die persönliche Entwicklung und das Selbstbewusstsein von großer Bedeutung.
Ich erlebe tagtäglich Jugendliche nach der Pflichtschule, die von der Schule nichts mehr wissen wollen, gleichzeitig aber noch nicht fit genug sind um sich am Arbeitsmarkt zu behaupten. Für diese Jugendlichen ist die AusBildung bis 18 eine Initiative, die längst fällig war.

Haben Sie Tipps für Jugendliche, denen der Plan für die berufliche Zukunft fehlt?

Der wichtigste Tipp, den ich Jugendlichen geben kann, ist: Geht raus schaut euch an was es gibt, nehmt alle Angebote an, auch wenn ihr im ersten Augenblick nicht den Sinn darin seht.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, gerade durch die Initiative AusBildung bis 18!