Präsentation Copyright: Stora Enso

„Informieren, interessieren und anfangen!“

Klaus Brugger ist beim Holzunternehmen Stora Enso Wood Products in der Personalabteilung tätig und unter anderem für die Einstellung von Lehrlingen verantwortlich. Wir haben mit ihm über eine Karriere in der Holzbranche gesprochen.

Worauf achten Sie bei der Einstellung von Lehrlingen besonders?

Besonders wichtig finde ich, dass ein Lehrling ins Unternehmen passt und sich in der Unternehmenskultur als Einzelperson wohlfühlt. Bei uns findet man zum Beispiel ein internationales Umfeld, mit Menschen, die ihre Aufgaben hemdsärmelig lösen. Wir haben flache Hierarchien und es gibt keine Titel. Bei uns ist man per Du.

Was genau sind Ihre Aufgabengebiete?

Ich bin HR Business Partner für die zentraleuropäische Produktionsgruppe von Stora Enso Wood Products. Das heißt, dass ich und mein Team von HR-Kolleginnen und –kollegen das ganze Spektrum der Human Resources-Arbeit – von der Einstellung eines Mitarbeiters über die Lohnverrechnung bis hin zum Arbeitsrecht oder der Personalentwicklung – abdecken. In Zentraleuropa haben wir drei Werke in Österreich, ein Werk in Deutschland, zwei Werke in Tschechien und je ein Werk in Polen, Lettland und Litauen. In Summe arbeiten dort ungefähr 2.300 Mitarbeiter.

Bietet die Holzbranche überhaupt spannende Jobs?

Diese vormals eher traditionelle Industrie hat sich sicher gewandelt. Die Anforderungen an unsere Mitarbeiter steigen durch die komplexer gewordenen Produktionsanlagen. Dadurch brauchen wir immer mehr hochqualifizierte Personen.

Wie wichtig sind Arbeitgeber wie Stora Enso in den ländlichen Gebieten?

Unser Rohstoff wächst im ländlichen Raum. Aufgrund unserer Größe sind wir hier natürlich ein wichtiger Arbeitgeber. Die unterschiedlichen Geschäftsbereiche – auch Divisionen genannt – kann man sich am besten im Internet unter www.storaenso.com anschauen. Außerdem sind wir sehr offen für Werksführungen für Schulen, Universitäten, Waldbauernverbände und alle anderen Interessierten.

Wie wichtig ist eine gute (Aus-)Bildung und was halten Sie von der Initiative AusBildung bis 18?

Eine gute Ausbildung ist die Basis für ein erfülltes Leben von jedem Menschen. Insofern ist die Initiative AusBildung bis 18 auf jeden Fall wichtig. Ich selbst habe meine Berufslaufbahn mit einer Lehre begonnen und mich später weiterentwickelt.

Wie wichtig ist es, als Unternehmen auf die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter zu achten?

Extrem wichtig. Wir evaluieren jährlich den Ausbildungsbedarf im Zuge der Mitarbeitergespräche. Weiters gibt es einen jährlichen Nachfolgeprozess, wodurch wir gewährleisten, dass unsere Mitarbeiter auch aufsteigen können. Und hier ist ein ganz wesentlicher Baustein, dass wir in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren.

Was ist für Jugendliche heute die größte Hürde auf dem Weg zu einem guten Job?

Entscheidend sind die persönliche Einstellung, das Handeln und der Wille, etwas zu tun und sich selbst konsequent weiterzuentwickeln.

Haben Sie Tipps für jene, denen der Plan für die Zukunft komplett fehlt?

Informieren, interessieren, in sich hineinhören, nachdenken und herausfinden, was man wirklich gerne macht und dann ein passendes Umfeld suchen. Und ganz wichtig, einfach ANFANGEN. Sollte mal etwas nicht so sein, wie man es erwartet hat, nicht gleich die sprichwörtliche Flinte ins Korn werfen, sondern ausdauernd sein. Und wenn es trotz Ausdauer und probieren nicht gepasst hat, dann soll man einfach etwas anderes ausprobieren. Insofern sollten alle Schnupper-Angebote ausgekostet werden – nur der Vergleich macht dich sicher!